1. Mai 2017 | Unkategorisiert

Opening Eyes bei den Special Olympics

Im Rahmen der Special Olympics World Winter Games in der Steiermark nahm auch das Healthy Athletes® Programm wieder eine wichtige Rolle ein. Sieben Gesundheitsbereiche deckt das Programm ab: Einer der umfassendsten ist das Special Olympics Lions Clubs International Opening Eyes-Programm.

Rund 100 Augenoptiker, Optometristen, Orthoptisten und Augenärzte aus aller Welt kümmerten sich eine Woche lang um die Augengesundheit der Athleten, die darüber hinaus kostenlose Brillen zur Verfügung gestellt bekamen.

Im Rahmen der Special Olympics World Winter Games in der Steiermark nahm auch das Healthy Athletes® Programm wieder eine wichtige Rolle ein. Sieben Gesundheitsbereiche deckt das Programm ab: Einer der umfassendsten ist das Special Olympics Lions Clubs International Opening Eyes-Programm.Von 14. bis 25. März sind in der Steiermark die Special Olympics World Winter Games über die Bühne gegangen. 2.700 Athleten aus der ganzen Welt mit intellektuellen Einschränkungen traten in neun Sportarten an. Neben den sportlichen Leistungen galt dabei auch ihrer Gesundheit ein besonderes Augenmerk. Menschen mit intellektuellen Einschränkungen haben ein 40 Prozent höheres Risiko, an vermeidbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erkranken. Das Healthy Athletes® Programm stellt ihnen ein kostenloses, medizinisches Vorsorgeangebot zur Verfügung, das ihren Anforderungen entspricht. Es ist das weltweit größte Gesundheitsprogramm für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen dieser Art.

Scharfes Sehen als entscheidender Faktor

Das Healthy Athletes® Programm umfasst sieben verschiedene Gesundheitsbereiche, einer der umfassendsten
davon ist das Opening Eyes-Programm. „Gerade für die Athleten ist eine uneingeschränkte Sicht ein extrem wichtiger Faktor. Doch es braucht eine bestimmte Art von Screening, das ihren Besonderheiten entgegenkommt, damit gewisse Defizite überhaupt entdeckt werden können“, erklärt Anton Koller, Clinical Director für das Opening Eyes Programm in Österreich. So sei es nicht sinnvoll, das Sehvermögen von Menschen, die nicht gut mit Zahlen umgehen können, über Ziffernreihen auszutesten. Auch eine herzliche, stressfreie Umgebung ist wichtig.

Am Ende der Sehstraße wartet eine kostenlose Brille

Zwischen 19. und 25. März wurden rund 2.000 Athleten in der Messe Graz gescreent. Busweise wurden viele sogar extra aus den anderen Austragungsorten in die steirische Landeshauptstadt gebracht. Sie durchliefen im Zuge des Opening Eyes-Programmes eine sogenannte Sehstraße. Diese umfasste verschiedenste Untersuchungen von der Sehschärfe, dem Farbsehen, bis hin zur generellen Augengesundheit. Die dafür notwendigen ophthalmologischen Geräte und Instrumente wurden von den Firmen Neu Med und Optos zur Verfügung gestellt. Am Ende des Screenings bekam jeder Athlet kostenlos eine Brille angepasst, entweder eine Korrektionsbrille oder eine Sonnen- bzw. Sportbrille.
Die Brillengläser sponserte – wie schon seit vielen Jahren – Essilor, die Rahmen und Sonnenbrillen kamen von der Safilo Group. Der Andrang beim Opening Eyes-Programm war sehr groß. Fast durchgehend herrschte ein reges Kommen und Gehen. Gleich am ersten Tag wurden fast 1.000 Screenings durchgeführt. Neben Seh- und Farbschwächen wurden dabei auch mehrere Ernstfälle erkannt, darunter Netzhautablösungen und ein Melanom. Diese Athleten wurden von der Sehstraße direkt in die Universitätsklinik eingeliefert.

Großer Dank
an alle
Unterstützer.

Freiwillige aus Österreich und aller Welt

Um diese Screenings durchzuführen, bedurfte es einer Vielzahl an Helfern – und dieses Team war so international wie die Athleten. Unter der Leitung und Koordination von Anton Koller brauchte es pro Tag durchschnittlich 60 Freiwillige. „Das Interesse und Engagement, an den Screenings mitzuwirken, war enorm. Den größten Lohn dafür bekamen wir alle in Form der Herzlichkeit und Dankbarkeit der Athleten“, freut sich Koller. Rund 100 Augenoptiker, Optometristen und Ophthalmologen aus Österreich, Bayern, den USA, Hong Kong, Taiwan, Mali, Skandinavien, Irland und anderen Ländern sowie Augenärzte und Orthoptisten haben sich für das Opening Eyes-Programm zur Verfügung gestellt. Dazu kamen Schüler aus der Branche, Schüler und Absolventen der Akademie für Augenoptik/Optometrie Wien, FH Wien für Orthoptik, der FH München für Augenoptik / Optometrie und der HTL Hall in Tirol, die sich für das Screening-Programm engagierten. „Mein Dank gilt allen, die sich mit vollem Einsatz um die Athleten gekümmert und ihnen die Angst vor dem Screening genommen haben. Ohne die Freiwilligen hätten wir den
Andrang nicht bewältigen können“, so Koller abschließend.

 

Kontakt
Erwin Stella, MBA